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Pillar — Aufhebungsvertrag

Aufhebungsvertrag für Arbeitgeber — rechtssicher gestalten

Der Aufhebungsvertrag ist für Arbeitgeber oft die bessere Option als die Kündigung: kein Kündigungsschutzverfahren, keine 3-Wochen-Klagefrist, keine Betriebsratsanhörung, kein Annahmeverzugslohn-Risiko. Im Gegenzug zahlen Sie eine Abfindung — die Höhe ist ein Verhandlungsthema. Entscheidend für die Rechtssicherheit sind Formulierungssorgfalt, Vermeidung späterer Anfechtung (§ 123 BGB und BAG 6 AZR 333/21) und eine saubere Agentur-Grund- Formulierung zur Vermeidung der Sperrzeit beim Arbeitnehmer.

Aufhebungsvertrag vs. Kündigung — Entscheidungsmatrix

AspektKündigungAufhebungsvertrag
Kündigungsschutzprozessmöglich (häufig)ausgeschlossen
Anhörung Betriebsratzwingend (§ 102 BetrVG)nicht erforderlich
Beendigungszeitpunktgesetzliche/tarif. Fristfrei verhandelbar
AbfindungshöheVergleich im Prozessdirekt vereinbart
Sperrzeit Arbeitnehmerin der Regel keineRisiko ohne saubere Formulierung
Planbarkeitniedrighoch

Checkliste: 10 Punkte für den Aufhebungsvertrag

Diese zehn Punkte gehören in jeden professionellen Aufhebungsvertrag auf Arbeitgeberseite — die ersten vier sind essentiell für die Rechtssicherheit, die letzten sechs reduzieren Nachtrags- und Prozessrisiko.

  1. Eindeutige Beendigung — konkretes Datum, Formulierung „einvernehmlich beendet zum …“.
  2. Beendigungsgrund für Agentur — „zur Vermeidung einer sonst arbeitgeberseitig ausgesprochenen betriebsbedingten Kündigung“ bei Einhaltung der ordentlichen Frist.
  3. Abfindung — Höhe, Fälligkeit, Vererbbarkeit, steuerliche Behandlung (Fünftelregelung § 34 EStG).
  4. Fristen und Form — ordentliche Kündigungsfrist nicht unterschreiten (Sperrzeitvermeidung).
  5. Urlaub und Freistellung — unwiderrufliche Freistellung mit Urlaubsanrechnung.
  6. Zeugnis — Note, Formulierungsgrundsätze, Zustell-Modus (Entwurf durch AN, Freigabe durch AG).
  7. Rückgabeklausel — Firmenwagen, Hardware, Zugänge, Schlüssel, Visitenkarten, Vertraulichkeitsmaterial.
  8. Verschwiegenheit und PR — Umgang mit internen Informationen, bei Senior-Positionen gemeinsame Sprachregelung.
  9. Nachvertragliches Wettbewerbsverbot — Fortgeltung, Verzicht oder Modifikation; Karenzentschädigung regeln (§§ 74 ff. HGB).
  10. Umfassende Erledigungsklausel — „Mit Erfüllung dieses Vertrags sind alle wechselseitigen Ansprüche abgegolten …“ — wörtlich und vollständig.
Häufige Fragen

Was Arbeitgeber immer wieder fragen

  • Der Aufhebungsvertrag umgeht das gesamte Kündigungsschutzverfahren: keine 3-Wochen-Klagefrist, keine Beweislast für Kündigungsgründe, keine Sozialauswahl, keine Betriebsratsanhörung nach § 102 BetrVG. Die Beendigung tritt rechtssicher zum vereinbarten Termin ein. Für den Arbeitgeber bedeutet das Planbarkeit, Vermeidung von Prozessrisiko und Annahmeverzugslohn und oft eine schnellere Trennung. Im Gegenzug wird regelmäßig eine Abfindung gezahlt.

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